ZBM-Konzept
Zentrale Biobank Magdeburg (ZBM) – Konzept für das Universitätsklinikum Magdeburg „Zentrale Biobank Magdeburg"
Erstellt von:
Prof. Dr. med. univ. Berend Isermann (Institutsdirektor, Institut für Klinische Chemie)
Prof. Dr. med. univ. Dr. sc. nat. Johannes Haybäck (Institutsdirektor, Institut für Pathologie)
Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Johannes Bernarding (Institut für Biometrie und Medizinische Informatik)
Dr. Harald Hofmann (Leiter des Medizinischen Rechenzentrums)
Dr. troph. Ronald Biemann (Laborleiter; Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie)
PD Dr. rer. nat. habil. Norbert Naß
Dr.-Ing. Tim Herrmann
{*}Inhaltsverzeichnis*Muss angepasst werden!!!
Inhaltsverzeichnis
1 Präambel
2 Einsatzbereiche der NGS-Technologie
2.1 Diagnostik
2.2 Forschung
3 Bedarfsanalyse
3.1 IPA und INPA
3.2 IHG
3.3 IMMB
3.4 IKCP
3.5 ITIB
4 Struktur der NGS Core Facility
4.1 NGS-Gerät für hohen Durchsatz
4.2 Kleine NGS-Geräte für mittleren Durchsatz
4.3 Nutzungsbedingungen
5 Bedarfsbegründete räumliche und apparative Ausstattung der NGS-Core Facility
5.1 NGS Core Facility Geräteausstattung
5.1.1 Illumina NextSeq 550
5.1.2 Illumina MiSeq System
5.1.3 Illumina MiniSeq System
5.1.4 NanoString nCounter
5.2 Räumliche Ausstattung
5.2.1 Standort
5.2.2 Prä- und Post-PCR-Labor
5.2.3 Computerarbeitsplätze und Besprechungsräume
5.3 Zusätzliche Geräteausstattung
5.4 Labor-Informations- und Management-System (LIMS)
6 Personelle Ausstattung
6.1 Leitung
6.2 Technisches Personal
6.3 Personalkonzept für Bioinformatik
7 Datenanalyse
8 Datenmanagement
9 Finanzierungskonzept
9.1 Räume und Laborgrundausstattung
9.2 Personalkosten
9.3 Geräteinvestitionen
9.4 Wartungskosten
9.5 Sachkosten
9.6 Erlöse
10 NGS-Board
11 Fortbildung
12 Nachhaltigkeit
Anhang
A: Geräteausstattung
B: Kosten für das Labor-Informations- und Managementsystem
C: Wartungsvertragskosten
D: IHG - NGS-Forschungs- und Kooperationsprojekte
E: NGS-Analysen - abrechenbare EBM-Ziffern
Präambel
Die Forschung zur Entstehung, Behandlung und Verhinderung von Krankheiten ist unverzichtbar für die Entwicklung von präventiven Maßnahmen, verbesserten Diagnosemöglichkeiten sowie neuen Behandlungsansätzen in der Medizin. Eine wesentliche Grundlage biomedizinischer Forschung ist die Sammlung und Verwendung humaner Bioproben und Krankheitsdaten. Aufgrund wachsender Ansprüche hinsichtlich Probenqualität, Datenschutz und der zunehmenden Vernetzung institutionsübergreifender medizinischer Forschung, haben sich Biomaterialbanken in den letzten Jahrzehnten zu einer eigenständigen Komponente der heutigen molekularen medizinischen Forschung entwickelt. Biobanken stellen heute als international nachgefragte „Schlüsselressourcen" ein langfristiges Werkzeug und einen wichtigen Standortfaktor für die biomedizinische Forschung dar. Die Aufgaben, welche an eine Biobank gestellt werden umfassen neben der qualitätsgesicherten Einlagerung, Aufarbeitung und Ausgabe von Proben und probenbezogenen Daten die Einhaltung rechtlicher, datenschutzrechtlicher und ethischer Rahmenbedingungen, sowie qualitätssichernde Konzepte für den Betrieb der Biomaterialbank.
Warum wird eine Biobank am Standort der UMMD benötigt
Für die Untersuchung komplexer Mechanismen zur Pathophysiologie einer Vielzahl von Erkrankungen, die in ihrer Ausprägung, beispielsweise durch Umwelteinflüsse, einer hohen Variabilität unterliegen, ist der Aufbau einer zentralen Biomaterialbank erforderlich, welche Proben und Daten qualitätsgesichert einlagert, verwaltet und für Forschungsprojekte bereitstellt.
Die Einrichtung einer zentralen Biomaterialbank am Standort der Universitätsmedizin Magdeburg (Zentrale Biobank Magdeburg, ZBM) hat zum Ziel, die translationale Forschung durch die qualitätsgesicherte Sammlung, Lagerung und Bereitstellung von Biomaterialien sowie korrespondierender Daten zu fördern. Dafür sollen Patienten-/Probandenproben und ausgewählte Daten langfristig aufbewahrt und für die Forschung zur Verfügung gestellt werden, um die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen zu verbessern. Ziel ist es eine klinische Biobank zu etablieren, in welcher Biomaterialien und deren assoziierte medizinische Daten von Patienten und Probanden mit bestimmten Erkrankungen gesammelt und erhoben werden. Um hier eine größtmögliche Transparenz zu schaffen und um Forschungsprojekte zu fördern, welche auf diese Proben und Daten zugreifen, soll die Bearbeitung von Anträgen zur Nutzung der Biobank (Einlagerung/Auslagerung) durch einen „Wissenschaftlichen Prüfungs- und Vergabeausschuss" erfolgen. Die Arbeit der Biobank erfolgt dabei unter der Wahrung der gültigen rechtlichen und ethischen Grundsätze und unter Berücksichtigung aller bekannten Standards für die Aufarbeitung und Lagerung von Biomaterialien. Die Arbeit der ZBM soll in diesem Sinne auch die Durchführung internationaler Forschungsprojekte fördern.
Um die vorhandenen Strukturen für die Lagerung und Aufarbeitung von flüssigen Proben und Gewebeproben optimal ausnutzen zu können, ist es vorgesehen, dass flüssige Proben im Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie (IKCP) eingelagert werden, wohingegen Gewebeproben im Institut für Pathologie (IPA) gelagert werden. Dies ermöglicht die Nutzung des pneumatischen Probentransportsystems für den Transport von Probenmaterial in das IKCP, sowie die Auftragsabarbeitung im 24/7 Rhythmus. Weiterhin können so die vorhandenen Schnitt-, Färbe- und Imagingsysteme des IPA optimal in die Arbeit der Biobank eingebunden, und die diagnostischen Befunddaten der Pathologie mit den eingelagerten Restmaterialien verknüpft werden. Da manuelle Dateneingaben naturgemäß eine hohe Fehlerrate besitzen, sollen die benötigten Daten zur Probe automatisch aus dem Krankenhaus- bzw. Laborinformationssystem per Software über HL7-Standard übernommen werden. Gleiches gilt für die Pseudonymisierung und Archivierung der Proben und der dazugehörigen Patienten- /Probandeneinwilligung.
Qualitätsmanagementsystem
Da die Arbeitsabläufe der ZBM im Wesentlichen denen von medizinischen Laboratorien oder Prüflaboren entsprechen, sind die Empfehlungen an diese Laboratorien Grundlage für das Qualitätsmanagementkonzept der ZBM.
Für den Betrieb der Biobank ist daher ein zentrales Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 17025 bzw. DIN EN ISO 15189 vorgesehen, welches einen Qualitätsmanagementbeautragten für die ZBM, sowie Vorgaben zur Qualitätssicherung an den jeweiligen Standorten enthält. Dieses QM-System muss in einem alle Standorte umfassenden QM-Handbuch dokumentiert sein. Die Qualitätssicherung bezieht sich dabei insbesondere auf die Schnittstellen: Probengewinnung, Transport, Annahme im Labor, Prozessierung, Prüfberichte, Einlagerung und Herausgabe. Für diese und für standortspezifische Prozesse der Prüf- und Untersuchungsverfahren werden alle notwendigen Verfahrens- und Arbeitsanweisungen an den einzelnen Standorten vorgehalten.
Die Arbeitsabläufe der ZBM unterliegen einer Vielzahl gesetzlicher Regelungen. Somit ist das
Datenschutz
Datenschutzbeauftragter
Welche Anforderungen werden an die Lagerung gestellt
Die ZBM soll der Langzeitlagerung von Köperflüssigkeiten und Gewebeproben zur späteren Analyse dienen. Da die Qualität der Proben von präanalytischen Bedingungen wie Lagergefäßen, Probenzusätzen zur Stabilisierung sowie Zeiten und Temperaturbedingungen bis zur Prozessierung und Einlagerung der Probe (kalte Ischämiezeit bei Gewebeproben, Zeit bis zur Zentrifugation bei Serum- und Plasmaproben) abhängig ist, sind alle Prozesse von der Probengewinnung, über den Probentransport bis hin zur Probenprozessierung höchstmöglich zu standardisieren und in jedem Fall zu dokumentieren. Dieses Vorgehen wird durch SOP´s in den einzelnen Bereichen realisiert.
4.1 Dokumentation der Präanalytik: SPREC
Die Dokumentation der Präanalytik wird dabei durch Verwendung des SPREC-Code realisiert
4.2 Langzeitlagerung bei < -130°C
Um die Proben optimal einzulagern und Degradationsprozesse auf ein Minimum zu reduzieren, soll die Lagerung der humanen Biomaterialien in der Gasphase von flüssigem Stickstoff bei < 130°C erfolgen. Dies verhindert Auftauprozesse, welche beim Öffnen von Kühlschranktüren stattfinden. Zudem bietet die Lagerung im Stickstoffank einen größtmöglichen Schutz vor Havarien, welche meist durch Stromausfälle oder technische Gerätedefekte verursacht werden. Auch zeigt sich, dass für die spätere Analyse von Proben mit sensitiven Analyseverfahren wie beispielsweise Proteom, Metabolom-, Transkriptom- oder LC-MS/MS-Analysen Lagerbedingungen von < -80°C benötigt werden, da die Analytik sonst durch Degradationsprozesse beeinflusst wird.
Vorteile einer zentralisierten Biomaterialbank:
- Standardisierte Archivierung der Patienten- /Probandeneinwilligung: broad informed consent
- Standardisierte Methoden hinsichtlich Prozessierung und Einlagerung von Probenmaterial
- Pseudonymisierte Einlagerung von Probenmaterial durch Verwendung von 2D-Barcode-Röhrchen
- Softwaregestützter Transfer der Proben-/ Patientendaten
- Erhebung von Daten zur Probenqualität: SPREC, Bilddaten, Messdaten
- Verwaltung von Analysedaten Biomarker, Omics-Data
- Bereitstellung von Verlaufsdaten und Verlaufsproben
- Reduktion von Probennahmen da adäquates Kontrollmaterial von der Biobank bereitgestellt werden kann
- Unterstützung bei Drittmittel-Einwerbung
- Dokumentation: Transparenz und Rückverfolgbarkeit
- Öffentlichkeitsarbeit: Homepage UMMD
- Wirtschaftlichkeit: Kostendeckender Betrieb soll angestrebt werden
- Workflowdesign für Anwender
- Reduktion von Kühlressourcen
Spender, die Proben und Daten zur Verfügung stellen, geben umfangreiche und mitunter sensible Informationen zu ihrer Person preis und sind von daher in ihren Persönlichkeitsrechten besonders schützenswert. Das Biobankgeheimnis dient zur Sicherung der von der ZBM gespeicherten oder von deren Betreibern weitergegebenen Proben und Daten gegen alle Zugriffe, die nicht durch den Zweck wissenschaftlicher Forschung legitimiert sind. Das Biobankgeheimnis schützt somit die Persönlichkeitsrechte und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Spender gegen privaten Missbrauch sowie gegen hoheitliche Eingriffe.
Durch die Verwendung des broad informed consent
bei welcher eine prospektive Sammlung für Forschungszwecke, welche zum Zeitpunkt der Probennahme noch nicht bekannt sind
benötigt
Biomaterialien prospektiv sammeln wollen für einen Forschungszweck, den wir heute noch gar nicht wissen können
haben klinische Biobanken im Versorgungskontext
und im Rahmen von klinischen Studien Biomaterialien und
deren assoziierte medizinische Daten von Spendern mit bestimmten
Erkrankungen im Fokus.
Die folgenden Institute sind unmittelbar am Aufbau und dem Betrieb der Biobank beteiligt und legen diesen Entwurf für die Konzeption einer zentralen Biobank am Universitätsklinikum Magdeburg vor.
- Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie (IKCP) – Lagerung flüssiger Proben
- Institut für Pathologie (IPA) – Lagerung von Gewebeproben
- Institut für Biometrie und Medizinische Informatik (IBMI) – Datenanalyse
Das Medizinische Rechenzentrum (MRZ) unterstützen die Biobank im Bereich Datenmanagement und IT.
Einsatzbereiche der Biobank
Die am Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät Magdeburg zu schaffende Biobank dient als zentrale Serviceeinrichtung für alle Fragen und Arbeiten hinsichtlich der Probenprozessierung und Probeneinlagerung. Die an der Erstellung dieses Konzepts beteiligten Einrichtungen schätzen den Einsatz in der Diagnostik auf etwa 10% und den Forschungs-Anteil bei etwa 90%.
Wesentliche Einsatzbereiche sind:
- Sammlung von Studienproben (Drittmittelprojekte)
- Überführung bereits bestehender Material- und Datensammlungen
- Comprehensive Cancer Center
- Molecular Tumor Board (MIRACUM)
*Aufklärung/ Einwilligung Broad Informed Consent*
http://www.grundrechtekomitee.de/node/794
Bedarfsanalyse
Um Proben und assoziierte Patienten- und Probandendaten, sowie Laboranalysedaten und/oder Imagingdaten standardisiert und qualitätsgesichert Niveau zu sammeln und Dritten für Forschungszwecke zur zu Verfügung stellen, wird eine zentrale Biomaterialbank am Standort der UMMD benötigt. Der zentrale Charakter ist notwendig, um die Biomaterialbank kosteneffizient zu betreiben und um Entscheidungen zur Einlagerung bzw. Ausgabe sowie zur strukturellen Entwicklung und zum Kostenkatalog transparent zu treffen. Der zentrale Charakter ermöglicht die Einrichtung eines einheitlichen QM-Konzepts über die verschiedenen Standorte der Biobank, IKCP und IPA.
Da von verschiedenen Klinken und Instituten seit mehreren Jahren Bedarf an einer zentralen Biobankstruktur geäußert wurde, fand am 22.07.2014 im Auftrag des Referats für Forschung eine Umfrage zur Bedarfsermittlung statt. Hierfür wurden 26 Kliniken und Institute angeschrieben, wobei insgesamt 13 Kliniken und Institute angegeben haben, dass aktuell Probensammlungen durchgeführt werden und ein Interesse am Aufbau einer übergeordneten Biobank besteht. Die Auswertung der Fragebögen zeigt, dass die Proben- und Datensammlungen an den einzelnen Standorten sehr unterschiedlich strukturiert ist.
Um einen genaueren Überblick über die aktuellen Proben und Datensammlungen zu erhalten, wurde im Zeitraum 01.02. – 15.03.2018 eine Befragung der Institute durchgeführt, welche in der Erstbefragung das höchste Interesse angegeben haben.
Klinik/Institut | Ansprechpartner |
Neurologie | Prof. Vielhaber |
Gastroenterologie | Prof. Canbay |
Chirurgie | Prof. Croner |
Urologie | Prof. Schostak |
Nephrologie | Prof. Mertens |
Neuropathologie | Prof. Mawrin |
Labormedizin | Prof. Isermann |
Dermatologie | Prof. Tüting |
Universitätsklinik für Neurologie
Die aktuelle Proben- und Datensammlungen umfasst hauptsächlich Liquor, Vollblut und Serum Proben. Gelagert werden Restmaterialien von Patienten, welche im Rahmen des Klinikaufenthaltes als besonders geeignet identifiziert wurden. Geeignete Patienten werden im Rahmen des Krankenhausaufenthalts über den Sinn und Zweck der Sammlung aufgeklärt und um ihr Einverständnis zur Proben- und Datensammlungen gebeten. Zudem werden Proben und Daten auch für Studien eingelagert. Dies beinhaltet auch die Kooperationen mit externen Forschungseinrichtungen. Das Einverständnis der Patienten und Probanden zur Proben- und Datensammlung beschränkt sich dabei entweder auf bestimmte Studien, oder es handelt sich um eine allgemeine Zustimmung zur Verwendung für Forschungsprojekte (broad consent). Die Aufklärungsgespräche werden von einem Stationsarzt geführt und die Einverständniserklärungen werden in Papierform verwahrt. Eine doppelte Pseudonymisierung findet nur in bestimmten Kooperationsprojekten statt. Ansonsten werden die Tubes per Hand mit einer internen Nummer versehen. Die Lagerung der Proben erfolgt sowohl in Gefäßen mit Schraubverschluss als auch in Tubes mit Klappdeckel. Mit der Proben- und Datenarchivierung ist derzeit ein Mitarbeiter beschäftigt (MTA). Zur Langzeitarchivierung werden die Proben in -80°C eingelagert. Bei bestimmten Studienproben erfolgt die Langzeitarchivierung in flüssigem Stickstoff. Ein Backup-Konzept für die Lagerungsbehälter ist vorhanden. Die -80°C-Freezer sind an die Gebäudeleittechnik angeschlossen, allerdings ist die Alarmfunktion derzeit nicht aktiv. Die Archivierung erfolgt über Microsoft Office (Excel, Access). Eine Übersicht über den aktuellen Bedarf der Universitätsklinik für Neurologie zur Probenarchivierung ist in Tabelle xxx aufgelistet.
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
Es kann auf eine bestehende drittmittelgeförderte Sammlung aus Essen zugegriffen werden, welche über 1000 Patienten enthält (Gewebe, Serum, Plasma, Stuhlproben). Der Aufbau einer Proben- und Datensammlungen am Standort der UMMD ist geplant. Die Sammlung soll im Rahmen von Studien erfolgen, wobei geeignete Patienten im Rahmen des Krankenhausaufenthalts identifiziert und
über den Sinn und Zweck der Sammlung aufgeklärt und um ihr Einverständnis zur Proben- und Datensammlungen gebeten. Zudem werden Proben und Daten auch für Studien eingelagert. Dies beinhaltet auch die Kooperationen mit externen Forschungseinrichtungen. Das Einverständnis der Patienten und Probanden zur Proben- und Datensammlung beschränkt sich dabei entweder auf bestimmte Studien, oder es handelt sich um eine allgemeine Zustimmung zur Verwendung für Forschungsprojekte (broad consent). Die Aufklärungsgespräche werden von einem Stationsarzt geführt und die Einverständniserklärungen werden in Papierform verwahrt. Eine doppelte Pseudonymisierung findet nur in bestimmten Kooperationsprojekten statt. Ansonsten werden die Tubes per Hand mit einer internen Nummer versehen. Die Lagerung der Proben erfolgt sowohl in Gefäßen mit Schraubverschluss als auch in Tubes mit Klappdeckel. Mit der Proben- und Datenarchivierung ist derzeit ein Mitarbeiter beschäftigt (MTA). Zur Langzeitarchivierung werden die Proben in -80°C eingelagert. Bei bestimmten Studienproben erfolgt die Langzeitarchivierung in flüssigem Stickstoff. Ein Backup-Konzept für die Lagerungsbehälter ist vorhanden. Die -80°C-Freezer sind an die Gebäudeleittechnik angeschlossen, allerdings ist die Alarmfunktion derzeit nicht aktiv. Die Archivierung erfolgt über Microsoft Office (Excel, Access). Eine Übersicht über den aktuellen Bedarf der Universitätsklinik für Neurologie zur Probenarchivierung ist in Tabelle xxx aufgelistet.
Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie
sadfsdf
safd
sdf
sfd
Universitätsklinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Diabetologie und Endokrinologie
Die aktuelle Proben- und Datensammlungen umfasst derzeit Probenmaterial von ca. 8000 Patienten. Bei den Proben handelt es sich um Serum, Urin und Gewebeproben. Gelagert werden Restmaterialien von Patienten, welche im Rahmen des Klinikaufenthaltes als besonders geeignet identifiziert wurden. Geeignete Patienten werden im Rahmen des Krankenhausaufenthalts über den Sinn und Zweck der Sammlung aufgeklärt und um ihr Einverständnis zur Proben- und Datensammlungen gebeten. Zudem werden Proben und Daten auch für Studien eingelagert (Bsp. ABINEP). Die Lagerung der Proben im Rahmen von Studien wird teilweise über Drittmittel finanziert. Das Einverständnis der Patienten und Probanden zur Proben- und Datensammlung beschränkt sich dabei entweder auf die jeweilige Studie, oder es handelt sich um eine allgemeine Zustimmung zur Verwendung für Forschungsprojekte (broad consent). Die Aufklärungsgespräche werden von einem Stationsarzt geführt und die Einverständniserklärungen werden in Papierform verwahrt. Die Proben werden doppelt pseudonymisiert. Für die Lagerung der Proben werden Gefäße mit Schraubverschluss eingesetzt. Zur Langzeitarchivierung werden die Proben in 80°C oder -140°C eingelagert. Mit der Proben und Datenarchivierung sind derzeit drei Mitarbeiter beschäftigt (1x MTA, 1x Studienassistent, 1x wiss. Mitarbeiter). Derzeit werden für die Lagerung 4 Freezer verwendet, wobei sich ein zusätzlicher Backup-Freezer in Haus 2 befindet. Die genutzten Kühlgeräte sind an die Gebäudeleittechnik angeschlossen. Die Archivierung erfolgt über Microsoft Office (Excel). Klinische Daten, diagnostische Daten, sowie Daten zur Untersuchung werden manuell eingegeben. Eine Übersicht über den aktuellen Bedarf der Universitätsklinik für Neurologie zur Probenarchivierung ist in Tabelle xxx aufgelistet.
Vorteile Biobank: Proben als Fundus ; Vergleichsproben für Studien ;
Was sollte verbessert werden:
*Der Istzustand ist teurer als zentrale Biobank dezentrale freezer, jeweils backupkonzept, beschäftigte Mitarbeiter durch Dateneingabe, sehr unterschiedliche Qualiät, kein einheitlicher Standard, Viele Mitarbeiter beschäftigt*
Der Istzustand ist in die neue Biobank Struktur nicht überführbar → jeder macht es anders. Alles uneinheitlich. Viele Lücken. Falsche Lagergefäße. Fehlende Dokumentation Lagerbedingungen, Zentrifugation etc....
Automatisierung/standardisierung/Jeder sollte prinzipiell Zugriff haben
Lagerungsbedingungen Probengefäß
Derzeit werden unterschiedliche Standards zur Lagerung der Bioproben angewendet. Als Probengefäße werden häufig Tubes mit Klappdeckel eingesetzt. Nur für bestimmte Proben, oder an bestimmten Standorten werden Röhrchen mit Schraubverschluss verwendet. Die Beschriftung der Tubes oder Röhrchen variiert je nach Standort. Folgende Beschriftungsvarianten existieren hierbei:
- handschriftlich direkt am Probengefäß
- handschriftlich auf einem Etikett, welches an das Probengefäß angebracht wird
- ausgedruckte Klebeetiketten
- Röhrchen mit vordefiniertem Barcode
Für die Langzeitarchivierung der Proben sollte ein einheitlicher Standard verwendet werden. → Stickstoff
Lagerungsbedingungen Lagertemperatur
Freezer fallen aus, zum Teil nich an Gebäudeleittechnik, Backup zu Teil in einem anderen Haus, Alarm nachts verantwortlichkeiten, Proben gehen kaputt durch abtauen, Havarie etc…., Hohe Stromkosten, Suboptimale Lagerungstemperatur, viele Geräte an unterschiedlichen Standorten
Dateneingabe manuell, Datenbankstruktur, Pflege der Datenbank, Aktualisierung Kontextdaten/Krankheitsdaten, Suchfunktion in Datenbank, standardisierte Eingabe diagnostischer Daten Bsp. ICD-Code, Diagnosen.
Datenschutz Doppelte Pseudonymisierung gefordert von xxxx, Einverständniserklärung broad informed, Ablage der Dokumente, Aufklärung
QM-Konzept
- Präambel Biemann
- Biobank Allgemein Biemann
- Datenschutz Prof. Bernarding
- Biobankgeheimnis Biemann
- Broad Informed Consent Biemann
- Einsatzbereiche
- Forschung Biemann
- Klinik und CCC Dr. Naß
- MIRACUM Prof. Bernarding
- Bedarfsanalyse Biemann;
- Bisheriger Stand Biemann
- Derma, Chirurgie, IKCP, Nephrologie, Häma Biemann
- Pathologie + Neuropathologie Dr. Naß
- Struktur + Nutzungsbedingungen Biemann
- Ausstattung
- Software Biemann + Prof. Bernarding (Tools aus Miracum)
- Geräte
- IKCP Biemann
- IPA Dr. Naß
- Räume:
- IKCP Biemann
- IPA Dr. Naß
- Personelle Ausstattung
- IKCP Biemann
- IPA Dr. Naß
- IMBI Prof. Bernarding
- MRZ Hr. Henkel
- Datenanalyse + Datenmanagement + Softwaretools Biemann; Prof. Bernarding
- Finanzierungskonzept Biemann
- Fortbildung Prof. Bernarding
- Nachhaltigkeit Biemann
