18-02-2020-Biobank-Meeting
| Protokoll Johannes Bernarding |
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Protokoll Biobank, Treffen vom 18.2.2020
Anwesend: Profs. Schostak, Croner, Bernarding, Tüting, Jechorek, Dr. Jandrig, Dr. Borucki, PD Dr. Naß, Dr. Langer
- Zusammenfassung des aktuellen Standes: Durch Weggang der Leitungen Pathologie und Klin. Chemie wurde das Projekt Biobank 2019/20 nicht weiterverfolgt. Frau Dr. Borucki erklärt, dass die Biobank auch zukünftig für liquid samples wie geplant zunächst in der Pathologie lokalisiert sein sollte. Prof. Bernarding und PD Dr. Naß berichten, dass die letzten Jahre mehrere Treffen (unter Einschluss von Prof. Zenker und R. Schanze sowie dem ITMT und dem IBMI) stattgefunden haben und ein erstes Grundkonzept besprochen wurde.
- Diskussion Probenentnahme und –transport:
Schostak weist darauf hin, dass für optimale Entnahme ein Schnittraum im Bereich der Operationssäle notwendig wäre. Frau Prof. Jechorek stellt fest, dass dies durch einen Facharzt der Pathologie erfolgen müsse und diese Personalkapazität derzeit nicht vorhanden sei. Der Bau einer zentralen OP-Einheit (einschl. Gyn und MKG) sei derzeit auch nicht absehbar.
Diskussion des Problems der Probenentnahme und des Transportes, vor allem hinsichtlich möglicher schnell eintretender Änderungen im zellulären Stoffwechsel und Molekülen. Prof. Croner berichtet von den Erfahrungen in Erlangen. Es wird trotz der vielen Nachteile wahrscheinlich beim Transport mit der Rohrpost (kleinere Proben) und dem Transport auf Eis bleiben, die Probenentnahme erfolgt durch die Operateure.
- Räume
Frau Prof. Jechorek führt aus, dass der ursprünglich vorgesehene Raum nicht geeignet sei, da er nur durch einen Vorraum betreten werden könne, der zur Entsorgung/Reinigung von kontaminiertem Material benötigt wird. Es sei auch zusätzlich ein Arbeitsplatz mit Computer und Schreibtisch zur Verwaltung der Proben notwendig. Es seien aber im EG möglicherweise Räume vorhanden (würde auch eine Zusammenfassung mit den NGS facilities ermöglichen), diese werden jedoch derzeit von anderen Gruppen genutzt. Eine Diskussion zu möglichen Alternativen blieb ohne Ergebnis. - Einwilligungserklärung
Dokumente der Deutschen Biobankinitiative (DBBI) zu ethisch/rechtlichen Beschlüssen wurden von Prof. Bernarding über das MIRACUM-Konsortium /Prof. Prokosch für Magdeburg organisiert (sollten der Path vorliegen). Größtes Problem bleibt weiterhin die Einwilligungserklärung der Patienten. Bernarding berichtet von der Consent-Initiative Im Miracum Konsortium, dass möglicherweise das Problem lösen könnte, aber auch noch durch die Datenschützer blockiert werde. Sonst könnte eine Unterschrift der jeweiligen Patienten wahrscheinlich ausreichend sein, müsste mit dem Landesdatenschützer geklärt werden. - Ausschreibung Stickstoffkanne und IT-System
PD Dr. Naß berichtet, dass in Folge der seinerzeitigen Treffen zwischen Profs. Isermann und Haybäck ein erstes System bestehend aus IT-System zur Verwaltung der Proben und zwei bis vier größeren Stickstoffkannen beschlossen wurde. Dazu wurden 400.000,- EFFRE-Mittel bereitgestellt, die aber in 2019 nicht abgerufen werden konnten. Herr Beust berichtet nach Rückfrage: die Mittel sind bis Ende 2021 vorhanden. Wenn sie dieses Jahr noch abgerufen werden sollen, muss das zeitnah erfolgen.
Herr PD Dr. Naß hat das Pflichtenheft für die Ausschreibung des IT-Systems an Bernarding gesendet. Lt. Recherche von PD Naß arbeiten in Essen Centraxx und das Informationssystem Pathologie (IS-P) von Immasense offenbar reibungslos zusammenarbeiten (via HL7). Allerdings scheint IS-P die Diagnosen nicht so einfach exportieren zu können (als Klartext-pdf). Vielleicht sei das nur eine Frage der ausgefüllten Datenfelder im IS-P.
Die Frage nach dem Großgeräte-Antrag von Prof. Haybäck (NGS) kann Herr Kullak (Großgeräte) beantworten, der war derzeit nicht erreichbar, hier gibt es auch Initiativen der Mikrobiologie zum Aufbau einer Bioinformatik.
- Finanzierung und Leistungsverrechnung
PD Dr. Naß diskutiert, dass die Betriebs-Kosten nicht von der Pathologie/Kl. Chemie alleine getragen werden können. Eine interne Leistungsverrechnung sei notwendig. Dies ist so in das Biobank Konzept eingegangen und von der Fakultät verabschiedet worden. - Eine neue Kollegin, Frau Prof. Borna Relja (Experimentelle Radiologie), die in Frankfurt eine multizentrische Biobank aufgebaut hat, ist kürzlich vom Vorstand mit der Projektleitung/ Errichtung einer Biobank in MD beauftragt worden. Hierzu gibt es nächste Woche eine Sitzung mit Herrn Beust. Prof. Bernarding hat Frau Prof. Relja über den Stand der Dinge informiert und empfiehlt ein gemeinsames Vorgehen.
- Wichtigste Diskussionspunkte für das nächste Treffen:
a) Festlegung aller Beteiligten
b) Gesamtkonzept (möglichst unter Einbeziehung der NGS facilities),
c) Raumkonzept,
d) Vorabbeschaffung der Software und der Stickstoffkannen?
e) Einbindung in das CCCC
26.2.2020
- Bernarding
PS: Ich bin jetzt längere Zeit nicht in Magdeburg. Bitte die nächste Sitzung ohne mich planen, dafür das ITMT (Herrn Waschipky) einbeziehen sowie Dr. Herrmann von unserem Institut in cc setzen.